Fango

informationFango ist ein vulkanischer Mineralschlamm, der vor allem zur Therapie bei schmerzhaften Störungen des Bewegungsapparates eingesetzt wird. Die Therapie mit Fango soll sich auch positiv auf Harnwegs- und Lebererkrankungen sowie auf Atemwegsbeschwerden auswirken. „Fango“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet „heilender Schlamm“. Traditionell stammt der Fangoschlamm, der mit Algen, Mineralien und Mikroorganismen durchsetzt ist, aus Italien. In Deutschland wird der Schlamm hauptsächlich in der Eifel abgebaut und muss dann einen einjährigen Reifungsprozess durchlaufen, während dem er regelmäßig mit Thermalwasser angereichert wird.

Die Behandlung mit Fango

Die Behandlung mit Fango erfolgt meist durch das Auftragen auf die Haut. Die Fango-Therapie kann auch als Bad durchgeführt werden oder die Heilerde wird als Nahrungsergänzung eingenommen. Je nach dem zu behandelnden Krankheitsbild werden die sogenannten Fango-Packungen heiß, warm oder kalt durchgeführt. Die häufigste Anwendung ist die warme Fango-Packung, bei welchem eine etwa zwei Zentimeter dicke Schicht des auf ungefähr 50 Grad Celsius erhitzten Schlammes auf den Körper aufgetragen wird.

Zur Speicherung der Wärme wird der Patient anschließend mit Tüchern oder Folie umwickelt und soll so 20 bis 40 Minuten ruhen.
Die warme Fango-Packung dient zur Linderung von Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Gleichzeitig wird die Durchblutung angeregt. Im Anschluss an eine solche Behandlung sollen Sehnen und Bänder dehnbarer sein, was vorteilhaft für eine mögliche physiotherapeutische Behandlung ist. Die im Fango enthaltenen organischen und mineralischen Stoffe sollen sich zudem positiv auf das Immunsystem und den Blutzuckerspiegel auswirken. Kalte Fango-Umschläge lindern die Schmerzen bei Muskelverletzungen.


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