VPT – Verband für Physiotherapie

Auch: VPT, Verband für Physiotherapie, Verband Physikalische Therapie, Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe

Der VPT ist ein bundesweiter Berufsverband mit Bundesgeschäftsstelle in Hamburg, der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Masseurinnen, Masseure und medizinische Bademeister vertritt. Heute führt er den Namen Verband für Physiotherapie.

VPT ist die Abkürzung eines Berufsverbands, der mehrere Heilmittelberufe unter einem Dach vereint. Sein vollständiger Name lautet heute Verband für Physiotherapie – Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e. V.; früher trug er die Bezeichnung Verband Physikalische Therapie. Mitglieder sind Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Masseurinnen und Masseure sowie medizinische Bademeisterinnen und Bademeister, dazu Schülerinnen, Schüler und Studierende.

Herkunft und Aufbau

Nach Angaben des Verbands wurde er am 30. Oktober 1948 gegründet, zunächst als Nordwestdeutscher Verband Medizinischer Hilfsberufe. Die Bundesgeschäftsstelle sitzt in Hamburg, regional ist der VPT in sieben Landesgruppen gegliedert (Angaben des Verbands, Stand September 2026). Er versteht sich als Verband für Angestellte ebenso wie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Der alte Name verweist auf die physikalische Therapie, also Massage, Bäder, Wärme, Kälte und Strom. Diese Verfahren bilden bis heute den Kern des Berufs Masseur und medizinischer Bademeister. § 3 MPhG beschreibt dessen Ausbildungsziel ausdrücklich als Anwendung geeigneter Verfahren der physikalischen Therapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und Kurwesen. Dass beide Berufe in einem Gesetz stehen, erklärt auch, warum ein Verband beide Gruppen vertreten kann.

Aufgaben und Rolle bei den Verträgen

Nach eigener Darstellung verhandelt der VPT Rahmenverträge mit verschiedenen Versicherungsträgern und setzt sich für die Vergütung der Branche ein. Für die gesetzliche Krankenversicherung ergibt sich der Rahmen aus § 125 SGB V: Der GKV-Spitzenverband schließt für jeden Heilmittelbereich einen Vertrag mit den maßgeblichen Spitzenorganisationen, die ihn gemeinsam abschließen müssen. Das Ergebnis ist der Rahmenvertrag Physiotherapie, der für zugelassene Praxen verbindlich ist. Daneben bietet der Verband Fort- und Weiterbildungen an, eine Lernplattform und für Mitglieder Beratung in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen.

Bedeutung für Auszubildende

Der VPT nimmt ausdrücklich Schülerinnen, Schüler und Studierende auf und hält dafür ein eigenes Aufnahmeverfahren bereit. Für Auszubildende in der Physiotherapie ist der Verband vor allem dann naheliegend, wenn sie bereits als Masseurin oder Masseur gearbeitet haben und über die verkürzte Ausbildung nach § 12 MPhG in die Physiotherapie wechseln. Beide Qualifikationen liegen dann im Zuständigkeitsbereich eines Verbands.

Abgrenzung

Physio Deutschland konzentriert sich auf die Physiotherapie, der IFK auf selbstständige Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber. Der VPT unterscheidet sich von beiden durch die ausdrückliche Einbeziehung der Massage und des medizinischen Badewesens. Die Mitgliedschaft in einem Verband ist freiwillig und keine Voraussetzung für Berufserlaubnis oder Kassenzulassung. Der Namenswechsel folgt dem Sprachgebrauch des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes von 1994, das die frühere Bezeichnung Krankengymnast durch Physiotherapeut abgelöst hat; nach § 16 MPhG dürfen nur Inhaberinnen und Inhaber einer alten Erlaubnis die frühere Bezeichnung weiterführen.

Verwandte Begriffe

Rechtsgrundlagen und Quellen

Stand der Angaben: September 2026

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